Studienmaterial: Kritische Ereignisse in der Schwangerschaft
Quellen:
- Kopierter Text (aus "Stiefel, Hebammenkunde (ISBN 978-3-13-240450-2), © 2020 Georg Thieme Verlag KG")
- Vorlesungsaudio-Transkript
📚 Einführung in kritische Schwangerschaftsereignisse
Die Schwangerschaft ist eine Zeit großer Veränderungen, kann aber auch durch verschiedene kritische Ereignisse kompliziert werden. Diese erfordern eine sorgfältige Überwachung und ein präzises Management, um die Gesundheit von Mutter und Kind zu gewährleisten. Zu den wichtigsten kritischen Ereignissen zählen hypertensive Erkrankungen wie Präeklampsie, Eklampsie und das HELLP-Syndrom, sowie die Problematik der Terminüberschreitung und Übertragung. Eine fundierte Kenntnis dieser Zustände ist unerlässlich, da sie potenziell lebensbedrohlich sein können.
1. Hypertensive Erkrankungen in der Schwangerschaft
Hypertensive Erkrankungen sind durch erhöhte Blutdruckwerte gekennzeichnet und stellen in Europa die häufigsten mütterlichen Todesursachen dar. Sie treten in 6–8 % aller Schwangerschaften auf.
1.1 Formen der hypertensiven Erkrankungen
✅ Chronische Hypertonie:
- Definition: Erhöhte Blutdruckwerte vor der 20. Schwangerschaftswoche (SSW).
- Einteilung:
- Primäre oder essenzielle Form (90–95 %)
- Sekundäre Formen (5–10 %), z.B. bei Nierenerkrankungen (Glomerulonephritis), Diabetes mellitus, Lupus erythematodes disseminatus, endokrinen Erkrankungen (Cushing-Syndrom).
✅ Gestationshypertonie:
- Definition: Blutdruckwerte ≥ 140/90 mmHg nach der abgeschlossenen 20. SSW ohne Proteinurie bei einer zuvor normotensiven Schwangeren.
- Risiko: Bei einem Anstieg des Blutdrucks vor der 32. SSW besteht ein hohes Risiko (50 %) für die Entwicklung einer Präeklampsie; ab der 38. SSW sinkt die Wahrscheinlichkeit auf 7 %.
1.2 Präeklampsie (Fokusbereich)
Die Präeklampsie ist eine der kritischsten hypertensiven Erkrankungen in der Schwangerschaft und erfordert besondere Aufmerksamkeit. Die Inzidenz liegt bei ca. 2 % aller Schwangerschaften.
📚 Definition:
- Eine Schwangerschaftshypertonie mit signifikanter Proteinurie (≥ 300 mg/24h).
⚠️ Pfropfpräeklampsie:
- Bezeichnet eine chronische Hypertonie, bei der es in der Schwangerschaft zu einer neu auftretenden oder sich verstärkenden Proteinurie kommt oder sich Merkmale einer schweren Präeklampsie entwickeln.
1.2.1 Schwere Präeklampsie
Die Diagnose einer schweren Präeklampsie ist entscheidend für das Management. Der Schweregrad der Proteinurie ist gemäß aktueller Nomenklatur nicht mehr ausschlaggebend für die Definition.
✅ Kriterien für schwere Präeklampsie:
- Nierenfunktionseinschränkung (Kreatinin ≥ 79,6 μmol/l bzw. 0,9 mg/dl oder Oligurie < 500 ml/24 h)
- Leberbeteiligung (Transaminasenanstieg, persistierende Oberbauchschmerzen)
- Lungenödem
- Hämatologische Störungen (Thrombozytopenie < 100 Gpt/l, Hämolyse)
- Neurologische Symptome (starke Kopfschmerzen, Sehstörungen)
- Fetale Wachstumsrestriktion (fetales Schätzgewicht < 5. Perzentile und/oder pathologischer Dopplerbefund der A. umbilicalis)
1.2.2 Mögliche Folgen der Präeklampsie
Die Präeklampsie kann schwerwiegende Auswirkungen auf Mutter und Kind haben:
- Intrauterine Wachstumsretardierung durch Plazentainsuffizienz
- Vorzeitige Plazentalösung durch Gefäßveränderungen
- Erhöhte Leber- und Nierenfunktionswerte
- Hämokonzentration (Eindickung des Blutes)
- Mögliche Gerinnungsstörung
- Das Auftreten des HELLP-Syndroms verschlechtert die Prognose erheblich.
1.2.3 Ätiologie der Präeklampsie
Die genauen Ursachen sind nicht vollständig geklärt, aber es gibt mehrere Theorien:
- Vasokonstriktion: Engstellung der Gefäße, möglicherweise im Zusammenhang mit einer erhöhten Empfindlichkeit für Angiotensin II.
- Ungleichgewicht: Verschiebung des Gleichgewichts zwischen Thromboxan A2 (Gerinnungsfaktor) und Prostazyklin (Prostaglandine).
- Endotheliale Dysfunktion: Schädigung der Endothelzellen der Gefäße, die als Grundmuster der klinischen Symptome angesehen wird.
- Hämokonzentration und Hypovolämie.
1.2.4 Therapie und Betreuung bei Präeklampsie
Die Therapie zielt auf Früherkennung, Überwachung und Management der Symptome ab.
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Früherkennung und allgemeine Maßnahmen:
- Sorgfältige Schwangerschaftsbetreuung (Blutdruck, Gewicht, Urin).
- Frühscreening bei Risikofrauen (belastete Anamnese, Mehrlingsschwangerschaft, Diabetes, vorbestehende Hypertonie) in Kombination mit biophysikalischen und biochemischen Messungen (z.B. MAP, UtA-PI, PlGF).
- Standardisierte Blutdruckmessung:
- Sitzende Position, Arm auf Herzhöhe.
- Ruhephase von mindestens 5 Minuten vor der Messung.
- Korrekte Breite und Sitz der Blutdruckmanschette.
- Erfassung des systolischen und diastolischen Wertes.
- Bestätigung erhöhter Werte durch zweite Messung nach mindestens vier Stunden.
- Messung immer am selben Arm (bevorzugt rechtsseitig).
- Ernährungsberatung:
- Eine salzarme Diät verbessert die Hypertonie nicht und sollte vermieden werden, da sie die Tendenz zur Hypovolämie verstärkt.
- Eine eiweißreiche Diät kann bei Eiweißverlust empfohlen werden, verbessert aber die Hypertonie kaum.
- Wichtig sind ausreichende Energie- und Proteinaufnahme sowie die Nährstoffe Thiamin, Niacin, Riboflavin, Magnesium, Phosphor und Eisen.
- Körperliche Schonung, evtl. Bettruhe.
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Medikamentöse Therapie:
- Aspirin (ASS): Täglich 60–100 mg bei Risikokollektiv vor der 16. SSW. Reduziert das Risiko einer Präeklampsie.
- ⚠️ Kontraindiziert bei Thrombozytopenie, ASS-Allergie, hämorrhagischen Erkrankungen.
- Antihypertensiva: Bei überschießenden Blutdruckwerten oder Eklampsie (Alpha-Metyldopa, Nifedipin, Urapidil). Dient primär der Vermeidung mütterlicher Hirnblutungen.
- Glukokortikoide: Zur Lungenreifebehandlung bei Präeklampsie vor der 34. SSW.
- Magnesiumsulfat: Langjährig bewährt zur Prävention eklamptischer Anfälle (Dauerinfusion, Bolusgabe). Wirkt dämpfend auf das Zentralnervensystem; Atem- und Reflexkontrolle notwendig. Vorsicht bei eingeschränkter Nierenfunktion.
- Diazepam (Valium®): Zur kurzfristigen Bekämpfung eines eklamptischen Anfalls, nicht als Dauersedativum.
- Furosemid: Zur Vermeidung eines Lungenödems (10–20 mg i.v.), nach Volumengabe.
- Aspirin (ASS): Täglich 60–100 mg bei Risikokollektiv vor der 16. SSW. Reduziert das Risiko einer Präeklampsie.
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Stationäre Betreuung:
- Stationäre Aufnahme und Bettruhe.
- Intensive Überwachung von Mutter und Kind: Blutdruck, Labor, Ultraschall, CTG, Doppler, biophysikalisches Profil.
- Psychologische Unterstützung: Aufklärung und Abbau von Ängsten sind essenziell. Viele Frauen erleben Angst um das Leben von Mutter und Kind, Zukunftsängste und Schuldgefühle. Eine gute Begleitung durch das geburtshilfliche Team ist wichtig.
💡 Wichtiger Hinweis: Bei einer schweren Präeklampsie ist die Entbindung die Methode der Wahl im Hinblick auf die Gesundheit der Mutter. Die Entscheidung zwischen vaginaler Geburt und Kaiserschnitt hängt vom Schweregrad ab.
1.3 Eklampsie
📚 Definition:
- Ein generalisierter tonisch-klonischer Krampfanfall, der vor, während oder nach der Geburt (innerhalb von 7 Tagen) auftreten kann. Kann plötzlich und ohne Warnzeichen auftreten.
✅ Phasen des Krampfanfalls:
- Tonische Phase: Kurzer Krampfzustand (ca. 15 Sek.) mit geballten Händen und fest aufeinandergebissenen Zähnen. Kann von Atemstillstand und bläulicher Gesichtsverfärbung begleitet sein.
- Klonische Phase: Dauert ca. 1 Min. mit Zuckungen von Armen und Beinen. Die Frau muss vor Selbstverletzungen geschützt werden (Abpolstern). Geht in tiefe Bewusstlosigkeit (Koma) über.
⚠️ Erste Hilfe bei Eklampsie:
- Zu Beginn der klonischen Schüttelphase ggf. Einführen eines Guedeltubus (drückt die Zunge herunter, erleichtert das Atmen), sobald sich der verkrampfte Kiefer lockert. Vorsicht vor Zahn- und Kieferverletzungen.
- Mehrere Anfälle können einander folgen und unbehandelt zum Tod von Kind und Mutter führen.
✅ Folgen der Eklampsie:
- Akutes Nierenversagen
- Schädigungen von Gehirn, Lunge, Nieren und Leber
1.4 HELLP-Syndrom
📚 Definition:
- Das HELLP-Syndrom wird als schwere Verlaufsform der Präeklampsie oder als eigenständige Erkrankung beschrieben.
- Akronym:
- H = Hämolyse
- EL = Erhöhte Leberwerte (Elevated Liver Enzymes)
- LP = Thrombozytopenie (Low Platelet Count = niedrige Thrombozytenzahl)
- Tritt bei 10–14 % der Frauen mit Präeklampsie und bei 30 % der Frauen mit Eklampsie auf.
- Ätiologie: Ähnliches Entstehungsbild wie bei Präeklampsie, Mikrozirkulationsstörungen.
1.4.1 Symptome und Diagnostik
✅ Symptome:
- Symptomatik der Präeklampsie.
- Zusätzlich: Oberbauchschmerzen (Leberkapselschmerz), Übelkeit und Erbrechen.
- Häufig: Schnelle Gewichtszunahme und generalisierte Ödeme.
- Hypertonie kann fehlen (in 20 % der Fälle).
- Proteinurie tritt meistens auf (80–95 %).
📊 Wichtige Laborparameter zur Diagnose:
- Hb, HK, Leukozyten, Thrombozyten, Retikulozyten, Schistozyten
- Kreatinin, Harnsäure, Natrium, Kalium, Calcium, Chlorid, Magnesium
- Blutzucker, CRP
- Bilirubin, LDH, ALT, AST, Haptoglobin, Proteintotal
- Quick, PTT, Antithrombin III, lösliches Fibrin, Fibrinogenspaltprodukte (Dimere), Blutungszeit
- PlGF
- Urinstatus, Eiweißausscheidung in 24 Stunden
- Blutgruppe und irreguläre Antikörper
- Immunologische Abklärung: ANA, AMA
1.4.2 Therapie des HELLP-Syndroms
⚠️ Die baldige Entbindung ist die einzig wirksame Therapie aufgrund des progressiven Verlaufs (Thrombozytenwerte können täglich um 40 % sinken).
- Stationäre Aufnahme und Intensivüberwachung von Mutter und Kind.
- CTG, Bestimmung der Blutparameter.
- Lungenreifeinduktion mit Glukokortikoiden (ggf. höher dosiert).
- Magnesiumsulfat intravenös.
- Bereithalten von Blutkonserven und Blutbestandteilen (z.B. Thrombozytenkonzentrat, Fresh Frozen Plasma = FFP). Bei Thrombozytenzahlen < 50.000/μl wird die Gabe unmittelbar vor und nach der Entbindung empfohlen.
- Post partum: Während sich Laborwerte bei Präeklampsie schnell verbessern, sinkt beim HELLP-Syndrom die Thrombozytenzahl oft weiter ab, und der LDH-Wert steigt an (tiefste bzw. höchste Werte oft 24 Stunden p.p.). Normalisierung nach 4–7 Tagen.
⚠️ Mögliche mütterliche Komplikationen: Eklamptische Anfälle, Hirnblutungen, Nierenversagen, Leberruptur nach subkapsulärem Leberhämatom, Lungenödem und schwere Gerinnungsstörungen (disseminierte intravasale Gerinnung = DIG).
2. Terminüberschreitung und Übertragung
Die Dauer einer Schwangerschaft ist ein wichtiger Faktor für die fetale Entwicklung und das Management.
2.1 Definitionen
📚 Physiologische Schwangerschaftsdauer:
- WHO-Definition: Zeitraum von der vollendeten 37. SSW (37+0 SSW) bis zur vollendeten 42. SSW (42+0 SSW).
- Normale Schwangerschaft: Etwa 40 Wochen (280 Tage) ab dem ersten Tag der letzten Regelblutung.
- Nur ca. 4 % der Kinder kommen am errechneten Termin (ET) zur Welt, weitere 70 % in den 10 Tagen davor oder danach.
✅ Terminüberschreitung:
- Im deutschen Sprachraum: Zeitraum zwischen 40+0 und 41+5 SSW. Hier ist nicht der optimale Reifezeitraum überschritten, sondern lediglich der statistische Wert 40+0 SSW.
✅ Übertragung:
- Beginnt ab 42+0 SSW.
2.2 Einflussfaktoren und Häufigkeit
Die individuelle Schwangerschaftsdauer wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst:
- Ethnie
- Zykluslänge
- Alter, Parität, BMI der Mutter
- Geschlecht des Kindes
- Zeitraum zwischen Ovulation, Fertilisation und Implantation
- Genetische Veranlagung
- Stress
Faktoren, die eine Übertragung wahrscheinlicher machen:
- Vorausgegangene Übertragung
- Nulliparität
- Männliches Kind
- Adipositas der Mutter
- Höheres Alter der Mutter
- Mütterliche (und weniger relevante väterliche) Familienanamnese mit Übertragungen
- Ethnie (kaukasisch-europäische Frauen übertragen häufiger)
💡 Ätiologie: Bei den meisten Übertragungen kann keine Ursache identifiziert werden. Genetische Faktoren spielen eine Rolle.
2.3 Morbidität und Mortalität
✅ Morbidität (bei Kindern nach 42+0 SSW):
- Erhöhtes Risiko für Makrosomie (Geburtsgewichte > 4.500g).
- Anpassungsstörungen der Atmung oder des Stoffwechsels, wenn die intrauterine Versorgung nicht mehr ausreichend war.
- Pathologische Herztöne und grünes Fruchtwasser intrapartal möglich.
📈 Mortalität:
- Die perinatale Mortalität ist in Industrieländern insgesamt niedrig, steigt aber nach 42+0 SSW an.
- In der 40. SSW: ca. 0,8 Totgeburten pro 1.000 fortbestehende Schwangerschaften.
- Nach 42+0 SSW: Anstieg auf 1,3–1,9/1.000 (international) bzw. 2,1/1.000 (Deutschland).
2.4 Betreuung bei Terminüberschreitung
Die Betreuung erfordert eine sorgfältige Abwägung zwischen abwartendem Verhalten und Intervention. Es gibt keinen wissenschaftlichen Nachweis, dass eine verlängerte Schwangerschaftsdauer vor 42+0 SSW als solche ein Risiko darstellt.
2.4.1 Überwachung des fetalen Wohlbefindens
- Fruchtwassermenge:
- Amniotic-Fluid-Index (AFI): Summe der maximalen vertikalen Durchmesser in vier Uterusbezirken. Normal: > 5 und < 24 cm.
- Single Deepest Pocket/Depot: Größte Ansammlung von Fruchtwasser. Normal: > 2 und < 8 cm.
- Die Bestimmung ist schwierig und kann zu falsch positiven/negativen Ergebnissen führen, wird aber mangels besserer Verfahren empfohlen.
- Biometrie: Falls keine aktuelle Biometrie (>36 SSW) vorliegt, sollte diese durchgeführt werden.
- Ruhe-CTG: Kann optional durchgeführt werden.
- Dopplersonografie: Nicht für die Routinediagnostik geeignet aufgrund hoher Fehlerquote.
- Kindsbewegungen: Systematische Beobachtung (z.B. Liste, App). Normal: mindestens 10 Kindsbewegungen innerhalb eines halben Tages. Bei Abnahme oder Veränderung des Musters sollte ein CTG erfolgen.
- ⚠️ Vorsicht: Studien zeigen, dass eine intensive Überwachung der Kindsbewegungen zu unnötigen frühen Einleitungen und Kaiserschnitten führen kann, ohne die Totgeburtenrate zu senken.
2.4.2 Vorgehen nach DGGG-Leitlinie
Die deutschen Leitlinien empfehlen ein gestuftes Vorgehen:
- 40+0 SSW:
- Bestimmung der Fruchtwassermenge (AFI oder Single Deepest Pocket).
- Biometrie, falls nicht aktuell.
- Optional: Ruhe-CTG.
- 40+1 – 41+0 SSW:
- Optional: CTG und AFI an 40+3 und 40+6 SSW.
- 41+0 SSW:
- Geburtseinleitung kann angeboten werden (nicht empfohlen). Kein Anstieg der perinatalen Mortalität bis 41+6 SSW nachgewiesen.
- 41+1 SSW:
- CTG und AFI.
- 41+3 SSW:
- Empfehlung der Einleitung.
- 41+5 SSW:
- CTG und AFI.
- 42+0 SSW:
- Indikation zur Geburtseinleitung oder Sectio.
💡 Wichtiger Hinweis: Entscheidet sich die Frau gegen die Einleitung, ist eine engmaschige Betreuung mit guter Dokumentation unerlässlich. Bei der Beratung über Risiken sind individuelle Faktoren (mütterliches Alter, BMI, Parität, Rauchen) zu berücksichtigen.
3. Zusammenfassung und Ausblick
Hypertensive Schwangerschaftserkrankungen und die Terminüberschreitung stellen bedeutende Herausforderungen dar. Eine frühzeitige und präzise Diagnostik, kontinuierliche Überwachung sowie ein individualisiertes Management sind von größter Bedeutung, um potenzielle Risiken für Mutter und Kind zu minimieren. Die Entscheidungsfindung muss stets die Präferenzen der schwangeren Frau berücksichtigen und auf einer umfassenden Bewertung der klinischen Situation basieren. Die konsequente Anwendung evidenzbasierter Leitlinien und eine enge Zusammenarbeit des geburtshilflichen Teams sind entscheidend für die Gewährleistung optimaler maternaler und fetaler Outcomes.








